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wie immer wenn ich nach dem Leben griff, blieb nichts in meiner Hand...

Kein Licht im Weltenmeer
Kein falscher Hoffnungsstrahl
Nur die Stille. Und in mir
die Schattenbilder meiner Qual

... 

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff,
blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein
und Asche werden
und hab noch nie gebrannt

Ich will hoch und höher steigen
und sinke immer wieder ins Nichts
Ich will ein Engel
oder ein Teufel sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur,
die immer das will,
was sie nicht kriegt.
...

Doch immer, wenn ich
nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht
Ich will die Welt verstehen
und alles wissen,
und kenn mich selber nicht

Ich will frei und freier werden
und werde meine Ketten nicht los
Ich will ein Heiliger
oder ein Verbrecher sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur
die kriecht und lügt
und zerreissen muss,
was immer sie liebt

Jeder glaubt, dass alles einmal besser wird,
drum nimmt er das Leid in Kauf
Ich will endlich einmal satt sein,
doch der Hunger hört nie auf...

 

Diese Zeilen hängen in meinem Kopf, den ganzen Tag.
Einige werden sie kennen, sie sind aus einem Lied des Musicals Tanz der Vampire. Sie beschreiben so unglaublich treffend, wie ich mich fühle, jeden Tag mehrfach und gerade mal wieder fühle ich mich genau so.

Ich sitze mal wieder in einer Depression fest, sehne mich nach so vielem, sehne mich nach Glück und Normalität und doch bekomme ich nicht wonach ich mich sehe, sondern fühle mich wie ein Vampir, der aussaugt und stielt, der lügt und betrügt und jeden Moment des Glücks festzukrallen versucht und dem jeder Moment doch zwischen den Fingern zerrinnt, so sehr er ihn festhalten möchte. Zurück bleibt nur eine große Leere und das Gefühl, dass man das Glück nie empfunden hätte. Ich erinnere mich daran, dass ich es empfunden habe, aber ich kann es nicht mehr nachfühlen, es ist wie weg... wie unerreichbar geworden für mich. Ich sehne mich so sehr nach so vielem und doch weiß ich, dass es unerreichbar für mich ist. Ich sehne mich nach Gefühlen, die erwidert werden, die mich erfüllen... die mich Glück fühlen lassen und doch bleibt davon nie mehr als ein Schatten dessen was ich mir ersehne in mir zurück, weil ich nicht soweit bin ... noch nicht... aber ich ersehne es mir so.

Ich will hoch und höher steigen
und sinke immer wieder ins Nichts
Ich will ein Engel
oder ein Teufel sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur,
die immer das will,
was sie nicht kriegt.

Ist das das Schicksal, was mich einem Vampir so nahe fühlen läßt? Sich ewig nach etwas zu verzehren und doch das Gefühl zu haben, es nie bekommen zu können? Ich will glücklich werden, ich will gesund werden, ich will lieben können und geliebt werden doch selbst wenn ich liebe, zerstöre ich das, was ich liebe und kann nicht anders, merke oft nicht einmal wie es passiert, und stehe letztlich nur wieder vor den Scherben dessen, was mir die Welt bedeutet und muß erkennen, dass ich es einmal mehr zerstört habe.

Warum zerstöre ich immer, was mir so unendlich wichtig ist, was ich zu brauchen meine, wie die Luft zum atmen? Wieso raube ich mir die Luft zum Atmen? Wieso zerstöre ich, was ich so sehr brauche und schützen möchte,  wieso bleibt mir immer nur die Leere zurück, die ich so hasse?

Ich wollte als kleines Mädchen immer heiraten, eine Familie haben... heute erscheint mir dieser Kindertraum wie eine Utopie, die ich nie erreichen werde. Ich wünschte mir glücklich zu sein und mittlerweile versuche ich jeden Moment des Glücks festzukrallen und nicht loszulassen, auch wenn ich weiß, dass er enden wird irgendwann, aber ich versuche ihn festzuhalten und steigere mich in Gedanken, utopische Wünsche und Träume, Vorstellungen hinein, im Wissen, dass es so niemals wahr werden kann, und selbst wenn manche Dinge doch erfüllbar sind... ich weiß irgendwann habe ich sie wieder zerstört in meiner  unstillbaren Gier danach.

Ich weiß nicht, wieso ich wieder in einem so gedankenschweren Loch sitze..dabei waren die letzten Tage zwar stressig aber irgendwo auch schön.

Ich war mit meinem Eheley und ihrem Freund im Tanz der Vampire, wir hatten Spaß, haben uns angetüdelt... habe einen kleinen Job in Aussicht, habe eine tolle beste Freundin ...aber dennoch sitze ich in einem Loch nun, voller Sehnsüchte, schwerer Gedanken und Träume, von denen ich weiß, dass sie nicht wahr werden, nicht in für mich greifbarer Zukunft... ich bin so ungeduldig geworden, ich wünsche mir Fortschritte, ich wünsche mir so viel... und zugleich dulde ich wie paralysiert, was ich dulden muß, weil es nun mal nicht schneller geht, aber es tut so unglaublich weh.

Ich bin glaube ich bin ein bißchen verliebt...ein bißchen sehr, aber ich weiß wie aussichtslos es ist und dass das, was ich statt meiner Träume habe, viel beständiger ist und viel wichtiger für mich im Moment.. wieso foltere ich mich beständig selbst so sehr, dass ich mich wieder und wieder in  Wünsche und Träume stürze, die sich nicht erfüllen können und das im vollen Wissen, dass es so ist?

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff,
blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein
und Asche werden
und hab noch nie gebrannt

Ich will hoch und höher steigen
und sinke immer wieder ins Nichts
Ich will ein Engel
oder ein Teufel sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur,
die immer das will,
was sie nicht kriegt.
...

Doch immer, wenn ich
nach dem Leben greif,
spür ich, wie es zerbricht
Ich will die Welt verstehen
und alles wissen,
und kenn mich selber nicht

Ich will frei und freier werden
und werde meine Ketten nicht los
Ich will ein Heiliger
oder ein Verbrecher sein,
und bin doch nichts als
eine Kreatur
die kriecht und lügt
und zerreissen muss,
was immer sie liebt

Jeder glaubt, dass alles einmal besser wird,
drum nimmt er das Leid in Kauf
Ich will endlich einmal satt sein,
doch der Hunger hört nie auf...

...

Doch die wahre Macht,
die mich regiert,
ist die schändliche,
unendliche,
verzehrende,
zerstörende
und ewig unstillbare Gier

...

Kein Licht im Weltenmeer
Kein falscher Hoffnungsstrahl
Nur die Stille. Und in mir
die Schattenbilder meiner Qual

 

11.12.07 18:14
 


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